Monika & Günther

ein Reise-Blog

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Rezepte aus Sri Lanka

 

Viel Spaß beim Lesen!

Unsere letzten Tage in der Schweiz

(Monika)

Am Freitag war unser letzter Tag in der Schweiz und ich fuhr gegen 13 Uhr mit gepacktem Auto bei Günthers Firma vor, sammelte ihn ein und ab ging’s in Richtung Heimat. Wieder einmal gerieten wir in einen Stau und brauchten mehr als 5 Stunden für die Heimfahrt.

Günther beschäftigte sich in seiner letzten Arbeitswoche vor allem mit der Übergabe seiner geleisteten Programmierarbeit an Kollegen, während ich eher darauf wartete, dass die Tage vergehen. Seit dem letzten Wochenende war bei mir quasi die Luft raus und ich freute mich sehr heimzukommen. Nicht, dass ich jetzt vor Langeweile gestorben wäre, aber für mich war innerlich das Kapitel Schweiz bereits abgeschlossen. Trotzdem passierte noch Einiges in den letzten 2 Wochen und darüber möchte ich doch noch berichten.

Zuerst stelle ich einige Bilder von unserem B&B ein, unser Zimmer “Traumzeit”, der Gemeinschaftsbereich mit der offenen Küche und natürlich der Garten:

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An diesem Tisch saßen wir immer:

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Die nächsten beiden Bilder ähneln sich sehr, einmal allerdings mit einem heftigen Regen und dicken Hagelkörnern, die deutlich auf der Sitzfläche der Sitzecke zu erkennen sind:

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Für mich das Schönste war der Besuch meiner Schwester und ihres Mannes in der letzten Woche von Mittwoch bis Freitag. Sie kamen aus dem Schwarzwald, wo sie schon ein paar Tage Urlaub verbracht hatten. Mein Günther hatte von ihrer Anwesenheit nicht so viel, er musste ja arbeiten, aber die 2 Fußball-Abende auf unserer Terrasse hat er schon mitgenossen. Wir platzierten nämlich kurzerhand den Fernseher im Zimmer meiner Schwester so vor das Fenster, dass wir von draußen das Spiel verfolgen konnten. So kreierten wir unser eigenes kleines Public Viewing und die beiden Männer konnten sich ungehindert und rauchenderweise dem Fußballvergnügen hingeben. Der Wettergott war uns, wie so oft in letzter Zeit hold und an beiden Abenden saßen wir somit draußen. Am ersten Abend verkosteten wir bei uns hiesige Wurst- und Käsespezialitäten und einmal besuchten wir das “Sageli”. Diese kleine, außerhalb einer Ortschaft gelegene Wirtschaft empfahl uns unsere Hauswirtin, ein echter Insider-Tipp. Das schönste dort, du sitzt absolut im Grünen, fast wie in einem Biergarten, wie man hier sehen kann:

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Dorthin verirren sich nur sehr selten Touristen und dort werden die besten Rösti weit und breit kredenzt. Davon konnten wir uns selbst überzeugen und jeder von uns hatte eine andere Art, z. B. mit Schinken oder Käse und eine andere Beilage. Hier isst man Rösti typischerweise mit Kalbsleber, Cordon bleu oder einer Bratwurst. Alles ist auf jeden Fall superlecker und wir zwei hatte es schon einige Tage zuvor angetestet. Einen anderen Tipp probierten wir bereits am vorletzten Wochenende aus. Die Adresse ist sozusagen der Name des Lokals, aus “Hinter Gamsten” wird auf Schwiizerdütsch ein “Gamschtä-Träff”. Dabei handelt es sich um einen aufgelassenen Bahnhof der Bahnlinie am Zürichsee. Ein paar Tische vor dem Häuschen, eine Karte mit lediglich kalten Gerichten und fertig ist eine Schweizer Besenwirtschaft. Dort aßen wir eine regionale kalte Platte und hinterher den besten Schoggi-Kuchen der Schweiz. Ich war hin und weg. Ich lobte diese himmlische Kreation in den höchsten Tönen und fragte die Besitzerin nach dem Rezept. Ich erhielt zwar keine genauen Mengenangaben (Betriebsgeheimnis!), aber das wird in München gleich versucht nachzubacken, das bekomme ich schon hin, hmmm…

Impressionen auf dem Weg dahin, denn mit dem Auto kann man dort nicht vorfahren, da es sehr abgelegen liegt und deshalb der Bahnhof wohl aufgelassen wurde:

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Zurück zu unserem Besuch, schließlich haben wir nicht nur getrunken und gegessen. Am Donnerstag stand der Vierwaldstätter See mit Luzern auf dem Programm. Was soll ich sagen, eine absolut sehenswerte Stadt, kein Wunder das dieser Ort von Touristen aus aller Welt überrannt wird.

Mit Bildern der berühmten Kapellbrücke, dem Wahrzeichen der Stadt Luzern kann ich leider nicht dienen, denn da machte der Akku meines Foto-Apparates nach dem langen Marsch durch die Stadt schlapp. So kann ich nur Bilder der 2. Holzbrücke zeigen und Ausblicke von dieser Brücke aus, die ebenso die Reuss überspannt und die wir gleich nach dem Verlassen des Parkhauses sahen. Im Hintergrund die Jesuitenkirche St. Franz Xaver:

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Noble Läden am Schwanenplatz, der direkt am See liegt und dazu passend und wohl namensgebend wirklich viele Schwäne:

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Luzern

Bilder von der noblen Seepromenade und gleich auch das Casino, wo man sein Franken schnell wieder loswird oder auch vermehren kann:

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Dieser alte Raddampfer wurde zu einem schwimmenden Restaurant umfunktioniert:

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Ausblick auf die kath. Hofkirche St. Leodegar:

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und der Blick von den Kirchenstufen hinunter auf die Stadt, den Brunnen unterhalb der Treppenstufen und gleich danebenstehend dieses alte Holzhaus:

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Rund um die Kirche befinden sich diese überdachten Grabplatten, dafür beindruckten uns die Rasenflächen mit ihrem alten Baumbestand:

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Was uns gleich nach unserer Ankunft überraschte, ein Rest der vorangegangenen Fronleichnams-Prozession. Dass allerdings etliche Geschütze mitgeführt werden, wunderte uns schon, aber die Schweizer haben eine besondere Beziehung zu ihrer Armee:

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Bei unserem Streifzug durch die Stadt fanden wir auch dieses Überbleibsel der Prozession vom Vormittag:

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Das Denkmal des sterbenden Löwen von 1821 als Erinnerung an den Tod von 760 gefallenen Schweizergardisten, die im Dienste Ludwig des XVI. standen. Sie starben bei der Verteidigung der Tuilerien während der Französischen Revolution:

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In der Nähe des Denkmals das “Old Swiss House”:

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Bevor uns meine Schwester und mein Schwager wieder Richtung Heimat verließen, zeigte ich ihnen noch die Störche am Lützelsee. Zu diesem See war ich Anfang letzter Woche schon von uns aus in ca. 20 Minuten gelaufen und hatte ihn in ungefähr 1 1/2 Stunden umrundet. Das ganze Seegebiet steht unter Naturschutz und es bietet sich ein Paradies für diese schönen Vögel. In einem riesigen Baum und dem nahegelegenen Bauernhof befinden sich viele Nester, so dass nach Auskunft des Bauern je ca. 30 Alt-Vögel und Jungtiere dort ihr Sommerquartier haben!

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Störche

Der See und immer wieder, nicht nur dort, sondern im ganzen Gebiet oberhalb des Zürichsee liegen auf der Hochebene verstreut in der hügeligen Landschaft schöne Häuser und Gehöfte:

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Morgen will ich noch als Abschluss in diesem See baden, denn ein kleiner Teil ist für den Badebetrieb ausgewiesen und bewirtschaftet. Nachdem wir die Störche ausführlich beobachtet und fotografiert hatten, durchstreiften wir noch ein Pflanzenparadies. Das war wieder eine Idee unserer Hausherrin. Sie machte meinen Leuten den Mund wässrig mit der Aussage: “der Meier wäre das größte Gartencenter der Schweiz”. Sie hatte nicht Unrecht, tatsächlich hatten wir drei noch nie etwas Ähnliches an Vielfalt gesehen. Alleine der so unterschiedlich angelegte Schaugarten wäre schon einen eigenen Besuch wert. Nun wundert mich nichts mehr, ich erwähnte doch schon wie üppig hier überall die Gärten und Terrassen angelegt sind. Nachdem wir uns eine gute Stunde dort ergangen hatten, blieb mir keine Zeit mehr nach Rapperswil mitzufahren, da ich Günther von der Arbeit abholen musste. So trennten wir uns und ich hatte noch etwas Zeit um auf meinem Weg zurück einen kurzen Abstecher nach Grüningen zu machen. Diese kleine Gemeinde liegt ca. 8 km vom See weg, besticht durch ein kleines Schloss und hübsche Fachwerkhäuser, die z. Z. auch aufgehübscht werden durch die verschiedenen Nationalflaggen:

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Vor dem Schloss, in dem das Standesamt untergebracht ist, stand dieser hübsche Oldtimer:

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Da unser B&B doch ab letztem Freitag bis Sonntag schon seit längerer Zeit ausgebucht war, wichen wir für das Wochenende nach Zürich aus. Wir residierten im Swissôtel Zürich, dem viertgrößten Hotel der Schweiz. Mit seinen 85 Metern und 32 Stockwerken ist es das höchste Hotelgebäude in Zürich. Genussvoll war dieser ungehinderte Blick aus dem Pool im obersten Stockwerk. Außer diesem Plantschen in sehr angenehm temperierten Wasser und dem Whirlpool, neben einem Besuch im Dampfbad waren wir sehr foul und unternahmen sonst nichts. Nicht einmal zum Essen gingen wir. Gleich gegenüber dem Hotel befand sich ein Einkaufscenter mit einem Food Court. So versorgten wir uns da und machten es uns im Bett gemütlich mit Essen und natürlich wieder – was? – natürlich Fußball schauen. Nein, eine Ausnahme machten wir. Wir wollten die Schweizer in natura erleben, wenn ihre Mannschaft spielt. Dafür gingen wir in die Hotelbar. Nachdem es aber ein Schweizer Debakel an diesem Abend geben sollte (Schweiz:Frankreich 2:5), verzogen wir uns wieder zur 2. Halbzeit auf unser Zimmer. Auf dem Rückweg zu unserem B&B am Sonntagmittag legten wir noch einen Halt ein im Botanischen Garten von Grünigen, denn ich war nur im Städtchen gewesen. Der Zugang ist kostenlos und wir waren überrascht über die Artenvielfalt an Bäumen und Sträuchern. Zugegeben, er ist nicht groß, aber tadellos gepflegt und liebevoll angelegt. Endlich einmal eine sinnvolle Art Gelder zu verwenden, den er befindet sich in alleiniger Trägerschaft der Zürcher Kantonalbank:

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Gestern unternahm ich alleine noch einen kleinen Ausflug. Schon lange wollte ich auf den Pfannenstiel, dem Hausberg der Züricher. Also fuhr ich bis zum Panorama Restaurant Hochwacht hoch und wanderte noch eine kurze Weile in die Höhe. Dort erklomm ich den Aussichtsturm, nicht ohne gegen meine Höhenangst anzukämpfen. Ich vermied den direkten Blick in die Tiefe, sah lieber in die Ferne und schaute vor allen Dingen niemals durch die Gitter-Treppenstufen nach unten. Leider spielte das Wetter diesmal nicht so mit. Die Fernsicht war mäßig und es roch förmlich nach Regen. Trotzdem fotografierte ich den Zürichsee in alle Richtungen und auf der entgegengesetzten Seite einen Zipfel vom Greifensee:

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Mein größeres Ziel an diesem Tag war die 7 km lange Durchquerung der Küsnachter Tobels, aber ich verwarf meine Pläne und schlenderte lieber nur durch das Städtchen am See. Leider bin ich Tina Turner nicht begegnet, denn seit einer Fernsehdokumentation über ihr Leben vor kurzem erfuhren wir, dass sie mit ihrem deutschen Ehemann seit etlichen Jahren hier lebt. Die Entscheidung nur durch den Ort zu spazieren war richtig, denn es regnete tatsächlich etwas später.

Auf einer Bank unter dieser mächtigen Linde wetterte ich die heftigste Episode des Regens ab:

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Ein Blick von dieser Bank aus:

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Den Küsnachter Dorfbach in 2 Richtungen fotografiert, an dem ich so gerne entlanggewandert wäre. So sah ich ihn nur wie er sich am Küsnachter Horn in den Zürichsee ergießt:

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Blick auf den Anlegesteg von fern und nah:

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Das Seehaus, in ihm befindet sich das C.G. Jung-Institut Zürich, Küsnacht, gegründet im Jahre 1948 vom bekannten Psychiater Carl Gustav Jung und der bezaubernde Garten dazu. Da lässt es sich fein studieren:

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Durch diese kleinen Wege, unmittelbar hinter den Seegrundstücken passen nur diese kleinen Zweitwagen, wie z.B. ein Mini:

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Küsnacht

Noch eine nette kleine Begebenheit: eine Hummel hatte sich in Günthers blaues Feuerzeug verliebt, dass immer draußen auf dem Tisch der Terrasse lag. Einige Tage ließ sie sich immer wieder darauf nieder um wohl anzudocken und Nektar zu schlürfen, leider musste sie stets unverrichteter Dinge von dannen ziehen:

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Das war’s im Moment, aber wir werden sicherlich wieder auf Reisen gehen.

Italienische Schweiz, 28.5. – 1.6.2014

(Monika)

Es gibt wieder etwas zu erzählen:

Wir nützen das vorletzte Wochenende aus, schließlich bat es sich mit Christi Himmelfahrt als Feiertag an, wieder einmal 4 Tage am Stück zu verreisen.

So waren wir ab Mittwochnachmittag unterwegs in Richtung Lugano. Unseren ersten Stopp machten wir in Chur, der ältesten Stadt der Schweiz. Wie immer hier, ein nettes herausgeputztes Städtchen mit alten Fachwerkhäusern und lauschigen Plätzen. Auch die älteste Gaststube des Landes befindet sich hier:

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Am Donnerstag erkundeten wir dann Lugano zu Fuß und machten dabei zahlreiche Fotos der Stadt, der Uferpromenade und des Sees. Diese baumbewachsenen Berge rund um den See faszinierten uns auch die nächsten Tage immer wieder. Denn das sollte unsere 3-Seen-Tour verbinden, die dunkelgrünen Hänge, die meist ziemlich steil zum See hin abfallen:

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Haus Lugano

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Der Stadtpark und eine nette Art “tote” Bäume in Kunstwerke zu verarbeiten:

Park

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Dieses Graffiti fanden wir an der Wand des Schwimmbads. Wir fanden, es verkörpert den „schmalzigen“ Italiener, was denkt ihr?

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Eines der besseren Hotels der Stadt:

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Und mit dieser Zahnradbahn fuhren wir auf den Hausberg von Lugano, dem Monte Brè:

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Die Aussicht von dort oben ist einfach fantastisch:

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Der Blick auf einen weiteren Aussichtsberg von Lugano, den 912 m hohen Monte San Salvatore.

Monte San Salvatore

Wir mussten ein wenig absteigen, um zum Dorf Brè zu gelangen:

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Unterwegs hielten wir uns einige Zeit bei diesen Kühen auf und beobachteten sie. Vor allem die Jungtiere mit ihren unterschiedlichen Fellfarben hatten es uns angetan:

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Ganz schön beweglich die „Kleine“?

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Auf der Terrasse dieser Villa tanken wir eine Cola und genossen die herrliche Aussicht:

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Wieder unten angelangt, fuhren wir mit einem Wassertaxi zurück in den Stadtteil Paradiso, wo unser Hotel lag. Der See läuft übrigens nicht seitlich aus, sieht aber auf den nächsten Fotos, vom Boot aufgenommen, so aus. Zuerst ein Bild des Monte Brè (links), auf dem wir soeben waren:

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Hier, rechts im Bild, der Monte San Salvatore vom See aus gesehen. Auf ihn führt eine Standseilbahn. Die Talstation lag zufälligerweise gleich bei unserem Hotel um die Ecke und das mitten in der Stadt, allerdings reichte uns ein Aussichtsberg am Tag. Das Wetter war leicht dunstig und deswegen hätten wir sicherlich nicht bis in die Poebene blicken können, auch wenn das bei gutem Wetter versprochen wird:

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Am Freitag ging es an den Lago Maggiore. Unsere erste Station war Ascona, die tiefst gelegene Stadt der Schweiz. An der Uferpromenade empfing uns eine Ausstellung für ganz „arme Leute“ frei nach einer alten Sparkassen-Werbung „mein Haus – mein Auto – mein Boot“:

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Eigentlich bräuchte ich es nicht mehr erwähnen, ein hübsches Städtchen und ein toller Blick auf den See:

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Mit dem Schiff fuhren wir auf die Insel Isole di Brissago, d. h. auf die größere von diesen beiden kleinen Inselchen. Dort befindet sich ein wirklich beeindruckender botanischer Garten. Es gedeihen dank der hervorragenden Klimaverhältnisse ca. 1700 verschiedene Pflanzen subtropischen Ursprungs der nördlichen und südlichen Halbkugel. Im Jahre 1885 erwarben Richard und Antoinette Fleming St. Leger die Brissago Inseln. Sie legten den Grundstein für den Garten. Nach dem Ersten Weltkrieg muss Madame St. Leger, im Übrigen eine deutsch-russische Baronin, wegen erdrückender Schulden die Inseln verkaufen. Der neue Eigentümer, der Hamburger Kaufmann Max Emden ließ die Gärten erneuern und beauftragte eine schlossartige Villa im klassizistischen Stil zu errichten. Emdens Sohn verkaufte dann im Jahre 1949 die Insel an den Kanton Tessin. Wie man auch hier wieder sieht, fanden immer schon wohlhabende Ausländer problemlos Aufnahme in der Schweiz:

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Blumen und immer wieder Blumen und wunderbare Blicke auf die Umgebung:

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Der Weg zur Villa:

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Suchbild: wer findet die Frösche im Teich?

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Diese reizende Entenfamilie fühlt sich auch sichtlich wohl auf diesem Eiland:

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Der 3. Tagesordnungspunkt, die Stadt Locarno und die wärmste Stadt der Schweiz mit den meisten Sonnenstunden im Jahr. Imposant fanden wir den riesigen Marktplatz, die berühmte Piazza Grande, Austragungsort des Internationalen Filmfestivals von Locarno:

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Am Samstag umrundeten wir weite Teile des Lago di Como. Gerade über die Grenze nach Italien gewechselt, hatten wir ein nettes Erlebnis beim Mittagessen, das wir irgendwo in einem kleinen Restaurant in den grünen Hügeln zwischen dem Luganer- und dem Comer See einnahmen. Zum einen haben wir gut gegessen, andererseits nur etwas die Hälfte dessen bezahlt was es in der Schweiz gekostet hätte. Die Rechnung betrug 31 Euro und nachdem wir außer einem 50-Euro-Schein kein Kleingeld hatten, gab mir die Bedienung am Tresen kurzerhand einen 20-Euroschein zurück. Anstelle von Trinkgeld bekamen wir sogar noch einen Nachlass? Das ist mir zum ersten Mal in meinem Leben passiert. Wieder am Tisch, fragte ich Günther nach kleineren Scheinen und er zückte einen Fünfer. Mit dem marschierten wir wieder an den Tresen und wollten den eigentlich nur loswerden. Dort schenkte aber gerade der Chef einigen Gästen einen Schnaps aus. Keck fragte ich ihn, ob ich auch einmal einen kleinen Schluck probieren dürfte, da schenkte er uns gleich 2 Gläser von diesem bernsteinfarbenen, leckeren Grappa ein. Der Patron war fröhlich und leutselig, brachte seine Deutschkenntnisse an und belegte damit die bekannte italienische Gastfreundschaft. Am Ende schnappte sich seine Bedienung lediglich den Fünf-Euroschein, warf ihn in eine Art Kaffeekasse und damit waren wir entlassen und um eine positive Erfahrung reicher.

Der Ausblick auf dem nächsten Bild, aufgenommen von unserem Tisch auf der Terrasse dieses italienischen Lokals. In der Schweiz ist stets alles ordentlich sauber und aufgeräumt. Sobald wir aber die Grenzstation hinter uns gelassen hatten, fiel uns die Veränderung auf. Die Straßen sind nicht so perfekt, viele Häuser bedürften einer Renovierung und dadurch wirkt alles nicht mehr so “wie aus dem Ei gepellt”. Mir ist das aber egal, ganz im Gegenteil, ich liebe diesen leicht morbiden Touch und Günther auch:

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Unser 1. Ziel am See hieß Menaggio. Die nächsten Bilder sind von dieser kleinen Stadt und von der Überfahrt mit der Autofähre hinüber nach Bellagio. Dieser Ort trägt schon das Wort „bella für schön“ in sich und das ist er auch.

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Bellagio

Auf der Fähre und mit Blick zurück und

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dem Ziel Bellagio vor Augen:

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noch näher:

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zweimal ganz nah:

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Wir fuhren rasch weiter und cruisten an der Küstenstraße entlang in Richtung der Stadt, die schließlich diesem See ihren Namen gab. Schnelles Fahren war eh nicht gegeben, da sich die enge Küstenstraße an den steilen Hängen des Sees entlangschlängelt. Immer wieder hielten wir an um zu fotografieren, tranken zwischendurch einen Kaffee und genossen die Aussicht. Wir durchfuhren unzählige kleine Ortschaften, alle mit diesem etwas heruntergekommenen, morbiden Charme. Como selbst, liegt am südlichen Ende des Sees. Leider fanden wir keine Parkmöglichkeit, denn so gerne wären wir durch die Stadt gestreift. Nun müssen wir das irgendwann noch einmal nachholen. Ich bin doch ein ausgewiesener Italienfreund und versuche schon seit einiger Zeit Günther zu einem längeren Italienaufenthalt zu begeistern. Vielleicht bin ich nun mit diesen positiven Eindrücken meinem Ziel etwas näher gerückt, wer weiß? Interessanterweise gibt es wohl dort auch eine „Goldküste“. Die ersten Städte hinter Como auf der Westseite präsentierten sich uns wesentlich prächtiger als die der armen Verwandten auf der Ostseite.

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Immer wieder legten wir einen Halt ein, um zu fotografieren:

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Comer See

Ich möchte gar nicht wissen, wie man diese Häusern von der Uferstraße aus mit dem Auto erreicht, aber die Aussicht kann sich auf jeden Fall immer sehen lassen, egal an welcher Stelle des Sees man sich befindet:

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Kurz darauf sollten wir eine Ahnung bekommen, wie die Straßen in diesen Bergen angelegt wurden. Über abenteuerliche Serpentinen und Steigungen mit 18 % ging es zurück. Immer wieder verwundert es mich wo überall Menschen leben, so abgelegen und hoch oben in kleinen Ortschaften, die doch fahrtechnisch wirklich schwer und langwierig zu erreichen sind. Nett war der Grenzposten, der nur aus einem einsamen Häuschen bestand. Was uns verwunderte, es waren nirgendwo Zollbeamte zu sehen, denn ansonsten schützen die Schweizer ihre Grenzen doch ziemlich akribisch.

Hier eine exemplarische Kehre in den Bergen, aufgenommen aus dem fahrenden Auto:

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Am Sonntag ging es zurück und als einzige Attraktion auf dem Rückweg hatten wir geplant, uns die drei Burgen von Bellinzona, der Hauptstadt des Kantons Tessin anzusehen. Sie wurden hauptsächlich im 15. Jahrhundert errichtet, um das Tal zu kontrollieren und gehören seit 2000 zum Weltkulturerbe der UNESCO. Sie tragen die schönen Namen Castello di Montebello, Castello di Sasso Corbaro und Castelgrande. Letztgenanntes Kastell sahen wir uns nur noch aus der Ferne von oben an. Selbst mir genügten die restlichen beiden. Hier nun eine kleine Auswahl der vielen Fotos davon. Ich merke gerade, das stimmt so nicht, ich habe doch viiiiiiiele Fotos ausgewählt… Erwähnte ich schon, dass ich ein “Burgen-Fan” bin?

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Von der oben gezeigten kleinen Burg Montebello bietet sich natürlich der beste Blick über das gesamte Tal:

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Mein Favorit, das Castello di Sasso Corbaro:

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Die „Burgtoilette“, so herrlich klitzeklein, aber trotzdem top:

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Blick auf das Castelgrande von meiner “Lieblingsburg” aus gesehen:

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Ein Highlight konnten wir bei diesem herrlichen Wetter nicht auslassen. Wir nahmen diesmal nicht den San Bernardino Tunnel sondern die Pass-Straße mit einem gigantischen Panorama:

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Noch ein wenig höher:

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Nur knapp unter der Passhöhe befand sich dieses Schild. Kein Berg ist zu hoch, den die Schweiz nicht mit scharfer Munition verteidigen würde:

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Ganz oben auf der Passhöhe mit noch ziemlich viel Schnee:

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Von nun ab ging’s bergab:

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Wegen des Rückreisestaus trafen wir dann erst gegen 18:30 Uhr in unserem Hotel ein und damit sind wir beim eigentlichen Thema und den Neuigkeiten.

Wir kehren vorzeitig nach München zurück. Bevor wir noch in unser Tessin-Wochenende starteten, kündigte Günther seinen Vertrag zum Ende Juni. Eine monatliche Kündigungsfrist war ihm laut Vertrag zugesichert und deshalb nahm er sich das Recht.

Es kamen insgesamt mehrere Dinge zusammen. Günther war nicht ganz so glücklich in seiner Firma. Entscheidend aber war unsere Vermieterin mit deren Art wir nicht zurecht kamen und die uns doch für einen sehr hohen Preis ein leidlich ausgestattetes Appartement überließ. Letztendlich wollte sie uns nicht länger beherbergen, da sie uns ab dem 4. Aufenthaltsmonat offiziell hätte anmelden müssen und das wollte sie wohl nicht und sie um Verlängerung anbetteln, das wollten wir nicht. Unsere verzweifelte Suche seit Ostern nach einer neuen Bleibe blieb leider bis zuletzt erfolglos. Alles half nichts. So gab es letztendlich mehrere Gründe hier abzubrechen. Eigentlich ist es schade, dass es so enden muss, denn dieses Land ist wunderschön und vielfältig und wir haben doch eine Menge davon gesehen. Es war auch eine interessante Erfahrung hier zu leben und mit den Menschen näher in Kontakt zu treten. Alleine schon das Schweizer Fernsehen zu betrachten, gibt Aufschlüsse über das Land, aber jetzt ist es auch gut.

Vom Tessin-Urlaub zurückgekehrt, bezogen wir für 5 Tage ein Hotel in Männedorf, einem Nachbarort von Stäfa. Eigentlich handelt es sich um ein evangelisches Tagungszentrum, sie nehmen aber auch „normale“ Hotelgäste. Die Anlage liegt hoch über dem Zürichsee und bietet einen fantastischen Ausblick, eine riesige Gartenanlage, aber kleine spartanische Zimmer. Auf meine Bitte hin konnten wir schon das Keyboard, 2 Gitarren und einen Koffer noch vor der Tour in den Tessin bei ihnen einlagern, denn sonst hätten wir mit einem randvoll bepackten Auto unsere 4-tägige Tour antreten müssen. Das fanden wir sehr entgegenkommend, genauso den Nachlass von 125 CHF, den uns die Dame an der Rezeption beim Auschecken gewährte. Ihr war aufgefallen, dass Günther nie am Morgen den Speisesaal betrat (diesem Mann reichen ein Red Bull und ein paar Zigaretten für den Start in der Tag) und so erstatte sie uns ganz unkompliziert seinen nicht verknusperten „Frühstücksanteil“. Das fand ich so nett von ihr (sie ist übrigens eine Deutsche) und spendete ihr deshalb gleich 25 CHF für die Kaffeekasse.

Von dort aus fuhren wir dann am Freitagabend nach München mit unserem gesamten Gepäck. Wir kündigten niemand groß unseren Heimatbesuch zu den Pfingstfeiertagen an, denn nach soviel Action in letzter Zeit verlangte uns nach etwas Ruhe. Günther braucht seine Auszeiten für den Job und ich hatte doch viel zu tun in letzter Zeit mit Wohnungssuche, Appartementübergabe (ich übergab es viel reinlicher als wir es empfangen hatten), dem kunstvollen Packen und Verstauen im Auto (ein Wunder, dass man hinten noch aus dem Fenster schauen konnte) und den vielen anstrengenden und weiten Autofahrten in der letzten Zeit. Zudem fahre ich seit letzter Woche Günther zur Arbeit und hole ihn wieder ab, da es mit den öffentlichen Verkehrsmitteln sehr umständlich und zeitlich ausufernd wäre.

Seit vorgestern Abend logieren wir noch für die nächsten 9 Tag in einem B&B in Wolfshausen, wieder ca. 6 km von Günthers Arbeitsstätte entfernt. Es ist sehr liebevoll eingerichtet, das Zimmer groß und hell, ich habe hier auch eine kleine Küche und eine überdachte und schattenspende Terrasse und einen noch wundervolleren, bezaubernden Garten mit vielen duftenden Rosen. Und so sitze ich jetzt hier draußen und schreibe den Artikel. Ich fühle mich gut und frage mich, warum hat uns das Schicksal nicht schon früher so eine Unterkunft beschert? Genau so etwas hätten wir immer als Appartement oder kleine Wohnung gesucht, um uns hier auch wohnlich wohlzufühlen und dann hätten wir die Sache sicherlich nicht vorzeitig abgebrochen, denn die Arbeitssituation war für Günther ja nicht unerträglich. In einem gewissen Alter und mit entsprechender Erfahrung weiß man eben, es gibt nie die perfekte Arbeitsstelle.

So kommen wir uns im Moment als Zugvögel vor, denn nicht nur möblierte Wohnungen, auch Hotels, Pensionen oder B&Bs sind hier schwer und wenn dann nur sehr teuer zu bekommen. Unsere nächste Station für das Wochenende 20. – 22.6 wird ein Hotel in Zürich sein, denn auch die jetzige Unterkunft hier müssen wir wieder verlassen. Ab dem 22.6. hatten wir dann schon unsere letzte Unterkunft, ein Hotel in Stäfa gebucht. Vor ein paar Stunden meinte es aber das Schicksal gut mit uns. Unserer B&B Hausherrin wurde genau für unser Zimmer eine Buchung storniert und nun können wir stattdessen für die letzte Zeit wieder hierher zurückkehren. Somit spiele ich weiterhin Chauffeur, aber das mache ich gerne, denn hier genieße ich das mehr an Platz und die damit verbundene Freiheit.  Am Freitag, den 27.6. haben wir es dann endgültig geschafft und es geht zurück nach München.

 

 

Tag 81

(Monika)

Die Zeit fließt so dahin und ich war ganz überrascht festzustellen, dass Günthers Blog Artikel auch schon wieder über 3 Wochen alt ist. Allerdings gibt es auch nicht viel Neues zu berichten, außer dass Günther seinen Vertrag bis Ende August verlängert hat.

Die endgültige Zusage über die neu ausgehandelten Bedingungen erreichte uns am 2. Mai in München, wo wir uns gerade auf Heimatbesuch befanden. Wir starteten bereits am Mittwochnachmittag um das verlängerte Wochenende um den 1. Mai voll ausnützen zu können. Während Günther die Zeit tagsüber mehr zum Ausspannen und Relaxen benützte, hetzte ich mehr oder weniger von einem Termin zum nächsten. Zum einen musste einiges erledigt werden, zum anderen wollte ich diesmal auch noch ein paar Leute mehr sehen als nur die Familie, die natürlich schon für mich das Wichtigste darstellt. So waren wir zwei jeden Abend unterwegs. Der Preis für mich war eben die Terminfülle und die 2 Autofahrten nach München und wieder zurück. Wieder zurück, brauchte ich fast die nächste halbe Woche um mich wieder von diesem „Freizeitstress“ zu erholen.

Für mich ging es am Montagmorgen gleich weiter mit meinem Yoga-Kurs. Die Anzeige für diesen Kurs las ich an einer Anzeigentafel beim Supermarkt und fragte spontan nach, ob ich auch einen halben Kurs absolvieren könne, da ich wahrscheinlich Ende Mai die Schweiz wieder verlassen würde. Das stellte für die Kursleiterin kein Problem dar und so stieg ich in den Kurs als Yoga-Neuling ein. Und dies war nun für mich die große Entdeckung. Es bereitet mir große Freude und ich habe das Gefühl, dass ich jede Faser meines Körpers wohlig spüre. Nur am stetigen Fließen des Atmens muss ich noch arbeiten. Am Nachmittag hatte ich dann gleich noch Bauchtanz. Auch da bin ich Quereinsteigerin, hatte aber diesen Gedanken daran schon in München. Kurse solcher Art scheiterten bisher an meinen unregelmäßigen Arbeitszeiten, was einen kontinuierlichen Besuch unmöglich gemacht hätte. Jetzt habe ich die Zeit und nütze sie. Bauchtanz hat sehr komplexe Bewegungsabläufe und sieht viel leichter aus als es in Wirklichkeit ist. Ich habe mich damit auch ein wenig meinen Ängsten gestellt, da ich stets von mir glaubte, kein Rhythmus- und Koordination-Gefühl zu besitzen. Deshalb drückte ich mich auch ein Leben lang um das Tanzen und rhythmischen Sportarten. Was kann ich nun nach einigen Stunden sagen? Meine Einschätzung war nicht so falsch, aber ich kämpfe weiter. Diese beiden Termine sind meine wenigen Möglichkeiten mit anderen Leuten direkt in Kontakt zu treten, aber das halte ich für ausreichend. Am nächsten Montag hat mich meine Bauchtanz-Lehrerin am Nachmittag vor der Übungsstunde zu sich eingeladen. Darauf freue ich mich sehr und bin auch neugierig einmal bei einer Schweizerin Kaffee zu schlürfen.
Wenn das Wetter schön sein sollte, werden wir bei ihr auf der Terrasse sitzen. Damit sind wir bei unserer Wohnsituation. Seitdem wir wissen, dass wir noch 3 Monate länger hier im Lande sein werden, suche ich intensiv nach einer alternativen Bleibe. Leider bis jetzt ohne Erfolg. Sehr viele möblierte Objekte gibt es nicht und entweder liegen sie zu entfernt zu Günthers Arbeitsstätte oder wir können die Wohnung erst in ein paar Monaten mieten oder die Mietdauer soll mindesten 6 Monate sein usw. Dann haben wir auch den Eindruck, dass Schweizer bevorzugt werden. Naja, das wäre ja vielleicht bei uns auch nicht anders. Inzwischen bieten wir den Vermietern schon an, Ihnen die komplette Miete im Voraus zu bezahlen, damit sich nicht um das Geld sorgen müssen. Wir bleiben einfach dran, was bleibt uns schon anderes übrig.

Die beiden vergangenen Wochenenden ließen wir es ruhiger angehen. Die Wetterbedingungen am 10./11.5. lockten uns nicht groß vor die Türe, außer um einen Cappuccino zu trinken. Am vergangenen Sonntag unternahmen wir einen kleinen Ausflug an den nahegelegenen Greifensee. Und davon möchte ich euch ein paar Fotos zeigen:

Dies ist der Greifensee, er liegt in etwa parallel zum Zürichsee, ist aber viel kleiner, geradezu idyllisch:

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Das war der Ausblick auf den See während unserer Kaffeepause:

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Und nochmal der See, weil er so schön ist:

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Eine besonders gelungene Bepflanzung eines Privatgrundstückes mit tollem Baumbestand und eigenem Bootshafen:

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Die Hauptattraktion des Ortes Greifensee, das Schloss in Vorder- und Rückansicht:

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Der Weg zum Schloss mit hübschen Fachwerkhäusern und niedlichen Gärten vor einigen Häusern:

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Aber nicht nur Blumengärten, sondern auch Gärten zum Leben und Spielen:

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Interessant fanden wir auch diese kleine Kirche, v. a. der asymmetrische Innenraum hatte es uns angetan:

Kirche

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Auf dem Rückweg legten wir noch einen Stopp in Uster ein. Dieser Burgturm hatte aus der Entfernung unsere Aufmerksamkeit erregt und so beschlossen wir auf diese Anhöhe zu fahren. Dort oben stellten wir fest, dass es sich um eine hauswirtschaftliche Schule handelt, wahrscheinlich aus früherer Zeit für “höhere Töchter”:

Uster Schloß

Ein Foto, von dort oben aufgenommen:

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Und nachdem wir ein Herz für Tiere haben – noch diese kleinen Echsen. Wir legten uns extra auf die Lauer um sie hervorzulocken und wurden auch belohnt:

Echsen

Ein Letztes noch: wir haben bei unserem letzten Besuch in München wieder Einiges mit hierher genommen, unter anderem mein Fondue-Set. Am Sonntagabend haben wir mal es mal angetestet, nachdem wir bisher nur auswärts zum Käsefondue-Essen waren. Hier die Zutaten, die man hier beim Supermarkt Migros als Hausmischung bekommt und deren Zubereitung:

 

Käse-Fondue

200 g pro Person an Käsemischung rechnen:

150 g Gruyère vieux/ Greyerzer extrareif: mindestens 15 Monate
100 g Vacherin fribourgeois/Freiburger Vacherin
125 g Appenzeller Surchoix: mindestens 4 – 5 Monate gelagert
125 g Savogniner Bergkäse Extra
2 ½ Teelöffel Speisestärke
250 ml Weißwein oder Apfelwein
3 Esslöffel Kirschwasser
Knoblauch, Muskatnuss, Pfeffer, Paprika oder Chili zum Würzen nach Belieben
Brotwürfel, gekochte Kartoffeln, Paprikastreifen, Möhrenstifte, Stangensellerie u. ä. zum Dippen

 

Weißwein oder Apfelwein mit etwas Zitronensaft in das Caquelon geben.
Käsemischung und die Speisestärke dazugeben. Unter ständigem Rühren mit einem Schaumlöffel die Mischung zum Kochen bringen bis sie eine cremige Konsistenz hat.
Würzen nach Belieben.
Auf dem Rechaud leicht köcheln lassen und immer wieder umrühren.

 

Es war köstlich, nur nehmen wir beim nächsten Mal zunächst etwas weniger Wein, da es am Anfang für unseren Geschmack etwas zu flüssig war. Lieber werden wir dann nach Bedarf noch Wein nachschütten.

Guten Appetit!

 

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